victory meets surrender

Dies ist ein sehr wichtiges Thema. Ich versuche zu verdeutlichen, was eigentlich mein Ziel ist und auf welche Weise ich helfen möchte den Alkoholmissbrauch auf dieser Welt zu verändern. Der Dalai Lama sagte mal folgende Worte:“ Lass das Verhalten anderer nicht deinen inneren Frieden stören.“ Diese Worte sind recht leicht zu lesen, etwas schwieriger ist es, sie zu verstehen und noch schwieriger ist es danach zu leben und zu wirken. Dein innerer Frieden ist dir ganz alleine und nur du bist verantwortlich für diese Ruhe. Nichts sollte sie erschüttern. Auch nicht die Verhaltensweisen deiner nächsten, Freunde und Verwandten. Es ist grundsätzlich egal, denn du bist hier auf der Welt um deine Erfahrungen zu machen, egal wie die aussehen. Es ist aber dein Weg. Alle Passanten dieser Welt dienen letztendlich dazu, dich in gewissen Bahnen zu lenken, und dir zu zeigen, dieses Sein zu verstehen. Oftmals versuchen diese Passanten, dein Leben aber nach ihren Vorstellungen zu beeinflussen, was nicht ihre Aufgabe sein sollte. Lediglich sollst du vo Ihnen lernen, was jetzt wichtig für dich ist. Ist dir schon mal aufgefallen, dass immer wieder fremde Menschen in dein Leben treten und es später irgendwann wieder verlassen? Oftmals erscheinen sie nur, um dir eine Nachricht zu überbringen, dir eine Lektion zu erteilen oder dir eine Hilfestellung zu geben. In jeden Fall sollst du von jedem Menschen etwas lernen. Hat dieser Mensch seine Aufgabe in deinem Leben erfüllt, wird er wieder gehen. Auf welche Weise auch immer. Aber du alleine entscheidest, wie weit der Passant in dein Leben treten darf. Du musst erkennen, in welcher Weise er dein Leben bereichern kann und warum er dich mit Erfahrung beschenken soll. Dies ist der Teil, der sich später im Leben, wie ein riesiges Puzzle zusammen fügen wird und du erkennst, warum alle Geschehnisse einen Sinn hatten. Aber zu dem Zeitpunkt des Geschehens, musst du fühlen, was für dich richtig ist und was nicht. Hier können jetzt Probleme oder eher Missverständnisse auftreten, und dein Umwelt beeinflusst dich einfach zu sehr. Du bekommst Dinge gezeigt und Werte suggeriert, die deinem Weg nicht gut tun. Und in unserer Welt ist die Möglichkeit der Beeinflussung sehr groß. Du erfährst das im den Medien, der allgemeinen Meinung deines sozialen Umfeldes und durch deine Familie. Schulen und weitere ausbildende Einrichtungen versuchen ebenfalls deinen Wandel zu beeinflussen. Und aus all diesen Informationen, das Richtige herauszufiltern, das ist deine Aufgabe und dein Weg.

Als Beispiele möchte ich nur mal ein paar Szenarien darstellen, die klar machen, wie ich das mit der Beeinflussung meine.

> Wenn du in eine Familie heranwächst, die in einer sozialen unteren Klasse steht, deine Eltern dem Alkohol stark zusagen und alles im Stress und Mangel erlebt wird, wirst du zwei mögliche Wege einschlagen. Du wirst das Leben, wie es ist hassen und dich deutlich verändern oder du wirst dich diesem Leben fügen und deines nahtlos daran anfügen und vielleicht sogar ähnlich weiterführen. Du wirst durch deine Jugend geprägt und wirst immer von ihr verfolgt, wenn du sie nicht bewusst loslassen kannst. Durch das Loslassen wirst du erst neutralisiert und kannst mit deinem Leben neu starten.

> Die berufliche Struktur und die individuelle Freizeitgestaltung deiner Eltern wirkt sich in deiner Prägung oft sehr deutlich aus. Ist dein Vater Pfarrer, Sportler, Wissenschaftler, Lehrer, Schichtarbeiter, im Bergwerk tätig, hat er Freude an der Arbeit, sind die Eltern sportlich, lesen sie viel oder hängen sie nur vor der Glotze rum und trinken Flaschenbier. Möglicherweise verbringen sie auch 50% ihres Lebens in der Kneipe rum? All diese Faktoren spielen eine Rolle in der Gestaltung des Lebens.

> Wirst du stark verhätschelt in der Kindheit und immer vor möglichen Krankheiten geschützt. Das heißt, du wirst bei 18°C schon mit Mütze, Schal und Winterjacke ausgerüstet, darfst nie Barfuß laufen, da man sich leicht erkältet und wirst im Reinraum erzogen, wird die Wahrscheinlichkeit sehr hoch sein, dass du später zu eine Weichei mit chronisch laufender Schnupfennasen wirst und grundsätzlich von Erkältungen und weiteren Krankheiten geplagt wirst. Möglicherweise wird dich dieses Thema sogar beherrschen und du wirst dich auch noch oft über Krankheit und Leiden unterhalten wollen. Krankheit hat eine viel zu hohe Priorität in deinem Leben.

> Wirst du als Kind schon zu sportlichen Leistungen gedrängt, weil deine Eltern es dir vormachen und es ebenfalls leisten, dann wird der Ehrgeiz in deinem Leben eine wichtige Rolle spielen.

> Wirst du von Kind an zu etwas gedrängt, wie zum Beispiel zu musizieren oder Fußball zu spielen oder zu tanzen oder viel zu lernen? Solltest du dir heute mal Gedanken über die Gefühle machen, die du entwickelst, wenn du diese aufgedrängten Tätigkeiten ausübst? Ich mache es, weil die Mama es auch macht oder ich will keinen Ärger, deswegen studiere ich Medizin. Ich gehe singen, weil es alle machen? Die Frage ist aber, macht es dir Spaß und wie fühlst du dich dabei? Ist es ein Bestandteil deine Lebens oder fühlst du eine gewisse Abneigung?

> Wie sieht das mit Mode aus? Genauso! Anfangs stellt sich die Frage, was deine Eltern für ein Bewusstsein in dieser Richtung vertreten. Ganztagsjogginganzug mit Löchern, Nadelstreifenanzug oder gesundes Mittelmaß. Laufen deine Eltern eher ungepflegt und stupide gekleidet durch die Gegend, mit Fettglatze und rot unterlaufenen Augen. Vielleicht sind sie aber grundsätzlich adrett bekleidet und die Haarpracht steht nach dem Aufstehen schon perfekt zum Tagesbild? Wie es auch immer ist, es wird deine Zukunft und deine Verhaltensweisen beeinträchtigen.

> Dann kommt die Phase der Jugend, die dich ebenso stark beeinflussen kann. Gehörst du zur Gruppe der Snobs, der Streber, der Modebewussten, der Angeber, der Außenseiter oder eher der Gruppe der Drogenabhängigen und coolen Säufer. Hier kann es sich entscheiden, ob deine Laufbahn kriminell, beruflich erfolgreich oder einfaches Mittelmaß wird.

> In der Schule hat eine eigentlich total nette Lehrerin mal zu mir gesagt: „Jens, du wirst es nie zu etwas bringen. So, wie du dich hier aufführst, will dich jetzt und auch später niemand haben.“

Was war passiert? Wir hatten Nachmittagsunterricht und es war mal wieder fürchterlich langweilig. Zur gleichen Zeit schien draußen die Sonne und ich wünschte mir nichts sehnlicher, als einfach nur in der Wiese zu liegen und die Sonnenstrahlen zu genießen. Stattdessen musste ich drinnen bei Neonlicht darum hocken und irgendwelche dummen Fakten auswendig lernen. Und das ging mir schon immer gegen den Strich – Fakten auswendig lernen. Denn das bringt einen mal überhaupt nicht weiter. Weder geistig noch menschlich noch sonst irgendwie. Und so saß ich da und sträubte mich gegen jegliche Anweisungen. Und dann kam dieser Satz von ihr! Und schon als sie ihn sagte, wusste ich gleich ganz genau: „Das ist deine Meinung. Deine Erfahrung. Deine Sicht der Dinge, wie die Welt und die Menschen darin zu funktionieren haben. Aber deine Welt ist nicht meine Welt. Und ich werde erfolgreich sein, ganz egal was du oder jeder andere Mensch von mir denkt!“ Gleichzeitig konnte ich sie aber auch verstehen! In ihren Augen sah sie einen Schüler, der nicht bereit war, Instruktionen zu folgen und das zu tun, was man vom ihm verlangte. Und in ihrer Welt bedeutete das, dass man es zu nix bringen würde. Denn wer nicht folgen kann, der wird natürlich auch nie einen guten Job haben und dementsprechend kann man es zu nix bringen. Oder so ähnlich halt. Ganz logisch eigentlich. Zwei verschiedene Welten treffen aufeinander. Zwei unterschiedliche Weltanschauungen. Was diese Lehrerin natürlich übersehen hatte, war, dass es für jeden Arbeitnehmer auch einen Arbeitgeber gibt. Dass es nicht nur Leute gibt, die Instruktionen ausführen, sondern auch solche, die Instruktionen geben müssen. Und genau da wollte ich hin – und das wusste ich damals schon. Und heute? Heute stehe ich natürlich genau da. Ich war nicht bei der Bundeswehr. Das hätte ich niemals akzeptieren können. Befehle ausführen ohne Sinn in Verstand. Niemals. Ich bin heute Ingenieur im Maschinenbau und kann Instruktionen weitergeben und kann mich frei entfalten. Alles andere wäre in meiner Welt nicht akzeptabel gewesen.

 

Alles in Allem und egal wie es verlaufen ist wird das, was geschehen ist und wie sich deine Tagesabläufe gestalten, deine freie Entfaltung beeinflussen. Deine Ausbildung, dein Beruf und dein sozialer Umgang wird sich von klein an so formieren, wie du geprägt wirst. Wie war es bei dir? Mach dir mal Gedanken über deine Vergangenheit und deine Prägungen. Wie gestaltet sich dein heutiger Tagesablauf oder Wochenablauf. Wo sind da Regelmäßigkeiten? Was macht dir Spaß? Was machst du mit Freude? Wo entwickelst du eher Widerwillen? All das ist wichtig für dein Wohlbefinden. Ist dein Leben, das Richtige für dich? Hast du dich nach deinem Lebenssinn entwickelt oder eher nicht?

Aber wie wird nun die Zukunft? Willst du ein verbohrter missionierender Religionsfanatiker, ein politisch elementar engstirniger Sargnagel, ein alkoholmissbrauchender Taugenichts, ein exzessiv Sportler oder ein kränkelnder konservativer Spargel-Tarzan sein? Wenn du dich gut dabei fühlst, ist das wohl dein Lebenssinn. Solltest du aber Bedenken haben, ein flaues Gefühl in der Magengegend oder irgendwelche Zweifel einer anderen Art, läuft etwas aus dem Ruder und du solltest dich nach dem Bestreben deines Höheren Selbst erkundigen. Wo will deine Seele hin und was ist ihr Ziel in dieser Inkarnation? Alles, woran du Spaß hast. Wobei diese Aussage mit Vorsicht zu genießen ist. Im vollen Kopf oder zugekifft auf dem Sofa liegen und Glotze gucken kann manch einem vielleicht Spaß machen aber ob das der Sinn des Lebens ist? Sei mal dahin gestellt!

Ich formuliere das mal so. Wenn du dir deine Sehnsüchte klar machst und dir mal überlegst, bei welchen Tätigkeiten du wirkliche Freude empfindest, dann kommst du deinen Seelenzielen sicherlich schon mal etwas näher.

Gut, soviel erst mal zu den Prägungen und Seelenzielen. Was ich hier klar machen wollte ist, in wie weit wir uns von unserem Umfeld zu etwas drängen lassen, was wir eigentlich nicht wirklich wollen. Und so ist es mit dem Alkoholmissbrauch auch. Je mehr und länger du trinkst oder kiffst oder Tabletten schluckst, desto mehr verstrickst du dich in die Tiefen der Suchterkrankung. Dein Körper wird abhängig und dein Geist wird ebenfalls abhängig.

Fortsetzung 25.04.2017

Ich bin fest davon überzeugt, dass man sich voll und ganz vom Alkohol befreien kann. Voraussetzung dazu ist natürlich, dass ich mich von der Tatsache überzeuge, dass das wirklich möglich ist. Wenn du in der zur Zeit herrschenden Realität gefangen bist, das bedeutet, dass du den Vorgaben der Schulmedizin, sowie den Lehren der Suchtkliniken und deren Ärzten glauben schenkst, ist deine Heilung nicht möglich. Hier wird gelehrt, dass der Alkoholismus eine chronische Krankheit ist, die niemals überwunden werden kann. Es hängt hier wirklich von deinem möglichen Glaubensmechanismus ab und somit auch von dem Fortschritt der Krankheit. Ich konnte mich nach 20 Jahren intensivem Alkoholkonsum und starker Abhängigkeit immer noch retten und frei werden. Eine gewisse Offenheit zu neuen Gedanken und ein Wille zur Freiheit sind hier extrem wichtig. Jeder Körper reagiert etwas anders auf die Wirkungen von Alkohol. Der eine merkt nach langen Jahren noch keine großartige Beeinträchtigung der Körperfunktionen und das Gehirn scheint noch gut zu funktionieren. Beim nächsten setzt nach einigen Jahren intensivem Alkoholkonsum schon gleich das Korsakow-Syndrom ein.    http://www.netdoktor.de/krankheiten/korsakow-syndrom/    Je nachdem wie dein Körper reagiert hat und wie diese Vergangenheit an deiner Psyche genagt hat, kann man mehr oder weniger davon ausgehen, dass du dich befreien kannst. Dein jetziges Bewusstsein ist also grundlegend für eine mögliche Transformation.

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